Ausgeglichene Ich-Du-Wir-Welt

Um eine glückliche und harmonisch ausgeglichene Partnerschaft oder Ehe zu führen, ist es wichtig alle drei Welten im Einklang zu halten.

Das Ich betrifft ausschließlich mich und meine Freizeit. Ich muss mich darum kümmern, daß es mir gut geht. Daß ich mich nicht verausgabe und zuviel für den anderen tue. Ich kann mir selbst Liebe geben, ich kann mir selbst Gutes tun. Insbesondere wenn der Andere, das Du, keine Zeit oder Kraft hat sich um mich zu kümmern und für mich zu sorgen.

Das Du betrifft den Anderen. Man muß dem Anderen Freiraum lassen, daß er sich um sich selbst kümmert, daß er seinen Hobbies und Bedürfnissen nachgehen kann. Manchmal braucht mich der andere und ich möchte etwas für ihn tun. Hier haben wir dann die Überschneidung mit der Wir-Welt.

Das Wir, das betrifft beide, hier sollten wir 30 % unserer Freizeit finden. In der Gemeinsamkeit, im Kuscheln, Austauschen von Zärtlichkeiten. Wir können uns diese Welt wie einen Suppentopf vorstellen. Die Suppe entsteht aus dem was beide bereit sind hineinzugeben. Das was Ich und Du hineingeben können, müssen sie aber erst einmal bei sich selbst auch finden. Wenn ich in mir keine Freude mehr empfinde, kann ich diese Zutat auch nicht geben. Daher ist es wichtig, daß das Ich und das Du auch versorgt werden und Kraft haben, etwas in die Welt der Liebe zu geben.

Was braucht also eine Wir-Welt der Liebe, damit diese leben und lange existieren kann. Wir brauchen auf jeden Fall Fürsorge, wir tragen Sorge dafür, daß es dem Anderen gut geht. Wir wollen ihn zum Lachen bringen, wenn er traurig ist. Es braucht Zärtlichkeit, dem anderen zeigen, daß man ihn liebt. Es braucht Abwechslung und Spannendes, damit es nicht langweilig wird. Wir brauchen neue Erfahrungen, damit wir neue Gesprächsthemen haben, damit wir gemeinsame Erinnerungen haben, die unsere Liebe aufrechterhalten.

Insbesondere während einer Krise ist es wichtig zu prüfen, wo steht das Ich und das Du, was ist noch in der Wir-Welt vorhanden. Was fehlt dort und wie kann ich diese Zutat wieder hineingeben. Manchmal hört man auf zu Geben, weil ja doch nichts mehr zurückkommt. Dann gibt der andere aber auch nichts mehr, er stellt sich auf den gleichen Standpunkt. Dann braucht es neue Impulse, um den Kreislauf des Liebens wieder in Schwung zu bringen.


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